Nur der Hydrant zeigte bei der Großübung
einige Schwächen

13 Feuerwehren rückten am Samstag zu einem koordinierten Einsatz aus

WALDLAUBERSHEIM/ LANGENLONSHEIM. Sirenenalarm schreckte am Samstag die Bürger in 13 Gemeinden auf. Ursache war eine gemeinsame Übung der Feuerwehren aus den Verbandsgemeinden Langenlonsheim, Rhein-Nahe und Stromberg im Langenlonsheimer Wald.

Als erste Einheit traf die Windesheimer Wehr am Mitfahrerparkplatz in Waldlaubersheim ein. Umgehend begann Einsatzleiter Frank Brendel (Langenlonsheim) mit der Koordinierung. "das ist einer der Schwerpunkte der Übung", erläuterte Brendel, als im Minutentakt die rund 20 Einsatzfahrzeuge eintrafen. Einige wurden umgehend an die Brandstelle "Am Schlangenbaum" beordert, während die übrigen Einheiten eine rund 2000 Meter lange Schlauchleitung vom Waldlaubersheimer Sportplatz zum Brandherd zu verlegen hatten.

Um den Höhenunterschied von 110 Metern zu meistern, wurden sechs Pumpen zwischengeschaltet. Kurzfristig stockte die Wasserzufuhr, denn der angezapfte Hydrant gab den Geist auf. "Das kann vorkommen", so der Waldalgesheimer Wehrführer Siegfried Reining. Aber Ersatz war schnell gefunden.

Am Brandherd selbst wurden "drei großflächige Feuer" aus mehreren C-Rohren bekämpft. "Im Ernstfall würden wir den Wasserbehälter an der Mülldeponie mit einbeziehen und die Tanklöschfahrzeuge würden Wasser herbeischaffen", erklärte der Langenlonsheimer Wehrführer Wolfgang Closheim der Ersten Beigeordneten der VG Langenlonsheim, Marianne Müller. Die zeigte sich vom zweistündigen Übungsablauf an dem 97 Feuerwehrfrauen und -männer teilnahmen, beeindruckt. "Vor allem ist es interessant zu sehen, wie jeder seine Aufgabe wahrnimmt und alles von einem Punkt aus gesteuert wird".

Genau hier, bei der VG übergreifenden Führungsgruppe, lag ein weiterer Übungsschwerpunkt. "Die im Jahr 2000 gegründete Arbeitsgemeinschaft hat sich inzwischen bewährt", stellte der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Jacobus (Stromberg) fest und verwies auf den Großbrand vor Jahren auf dem Waldalgesheimer Bergwerk. Laut Jacobus wird diese interkontinentale Zusammenarbeit vom Land gefördert. Er teilte mit, dass man über die Grenzen der Verbandsgemeinden hinaus gemeinsam Anschaffungen vornimmt, um Geld zu sparen. Bei Übungen werden die Ausrüstungen ebenso überprüft wie etwa jener Hydrant, der sich als defekt erwies.

Im Einsatz waren die Wehren Langenlonsheim, Windesheim, Dorsheim, Rümmelsheim und Laubenheim (VG Langenlonsheim), Waldlaubersheim, Stromberg, Roth und Warmsroth aus der VG Stromberg sowie Waldalgesheim, Weiler und Münster-Sarmsheim aus der VG Rhein-Nahe.    (nn)


 

 

Die übergreifende Führungsgruppe mit Siegfried Reining, Frank Brendel (von links) und Rainer Jacobus (rechts) koordinierte den Übungsablauf der Feuerwehren dreier Verbandsgemeinden, von dem Marianne Müller beeindruckt war.  Foto: Dieter Ackermann


 

Oeffentlicher Anzeiger vom 16.10.2006

 

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